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Meerjungfrauen aus aller Welt

Die Meerjungfrau von Balintore

© Andrew Smith

Balintore ist ein kleines Fischerdorf in Schottland. Neben einem großen Hafen hat die Gemeinde seit Mai 2007 noch eine weitere Sehenswürdigkeit zu bieten: Eine drei Meter hohe Meerjungfrau an der Küste von Easter Ross. Sie hat es sich auf einem Felsen am Meer bequem gemacht. Bei Flut ist sie vom Wasser umgeben, bei Ebbe freut sie sich über Besuch.

Als "Mermaid of the North" ist sie Teil des Seaboard Skulpturenparks und wurde vom Bildhauer Steve Hayward entworfen. Nachdem er sie einem riesigen Granitstein aus der Eiszeit angepasst und sicher darauf befestigt hatte, versprach Kunstprojektleiter Will Aitken, dass die Besucher der Meerjungfrau jedes Mal ein anderes Bild von ihr zu Gesicht bekommen werden:

The statues will be affected by every tide and every change in the weather, so people will have a different experience each time they come.

Er sollte recht behalten. Allerdings waren die Veränderungen an der Statue nach einigen Jahren so stark, dass das Original 2013 entfernt und ein Jahr später durch ein Replikat ersetzt wurde. 

Balintore gehört mit Hilton (Heimat des Künstlers) und Shandwick zu den drei Seaboard Dörfern, die durch regen Fischereibetrieb Jahrhunderten lang auf das Meer angewiesen waren. Die Skulpturen des Parks sollen diese Verbindung entsprechend würdigen. Insgesamt finden sich dort fünf Figuren, doch die Meerjungfrau entwickelte sich schnell zum beliebtestes Fotomotiv von allen. Dazu erzählt man sich eine Legende aus Easter Ross, nach der ein Fischer eine Meerjungfrau fing und sich ihres Fischschwanzes bemächtigte, um sie zur Frau zu nehmen. Erst Jahre später, nachdem sie bereits Mutter geworden war, fand sie ihn wieder und verschwand sogleich im Meer. Sie kam jedoch regelmäßig zurück und brachte Fisch für ihre hungrigen Kinder mit (Quelle).

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