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Wappen

Mischwesen waren wegen ihres Symbolcharakters beliebte Motive der Heraldik. In der Wappenbeschreibung (Blasonierung) setzte sich dabei der Begriff Sirene oder Melusine durch. Sie steht überwiegend für die Nähe zum Meer oder eines Flusses. Teilweise sind es auch Figuren bekannter Sagen und Legenden der Gegend. Das Wort Wappen entstammt dem mittelhochdeutschen Wort für Waffen (wâpen) und hat seinen Ursprung im 12. Jahrhundert. Damals diente die Bemalung, Beschlagung oder Bespannung der Verteidigungswaffe eines Ritters seiner Identifizierung. Aus der Flächenverzierung seines Schildes entwickelten sich mit der Zeit das Familienwappen. Im Spätmittelalter dehnte sich der Wappengebrauch dann über die Adelsgesellschaft auch auf Städte und Gemeinden aus. Die Schildform der Wappen blieb dabei erhalten. Die Wappenbilder sind Ausdruck für den Namen, die Geschichte oder etwaige Besonderheiten der Stadt oder Gemeinde. Da sie einst auf Schildern vor sich hergetragen wurden, beziehen sich die Angaben "rechts" (aka vorne) und "links" (aka hinten) bei der Blasonierung stets auf den Wappenträger und nicht auf den Betrachter.

Stadtwappen | Gemeindewappen | Sonstige Wappen

Stadtwappen




 

Bertizarana (Spanien)

Bertizarana (Bértiz-Arana) ist eine Stadt im Norden der spanischen Region Navarra. Auf dem blauen Stadtwappen sieht man oberhalb dreier Wellenlinien eine goldene, gekrönte Meerjungfrau, die in der rechten Hand einen Spiegel und in ihrer linken einen Kamm hält. Beleuchtet wird die Nixe beidseitig von jeweils einer Kerze. Das Motiv war Teil des Familienwappens des spanischen Adels Beritz, der bereits 1392 im Besitz der Gegend war. Die Sirene steht als Symbol für einen eloquente und überzeugenden Botschafter. Man findet sie auch in alten Steinwappen auf Häuserfassaden der Stadt. Unter anderem auf dem Rathaus, dem Casa consistorial de Bertizarana.



 

Białobrzegi (Polen)

Polen bietet nicht nur in seiner Hauptstadt eine Meerjungfrau (Warschau s.u.). Auch in der Stadt Białobrzegi (Woiwodschaft Masowien) ziert eine solche - mal mit gelben, mal mit grünem Fischschwanz - das Wappen. Mit gleicher Krone und derselben Haltung, ist die Figur auch auf dem Wappen des Landkreises Białobrzegi zu sehen. Dort muss sie sich den Platz jedoch mit einem Adler teilen.

Makkum (Niederlande)

Makkum ist eine kleine Stadt in der niederländischen Provinz Friesland an der Nordsee, die durch die Herstellung hochwertiger Steingutprodukte bekannt wurde. Der dadurch entstandenen Wohlstand der Gegend wurde in den Schiffsbau investiert und die Schiffe erleichterten wiederum den Vertrieb der begehrten Kalksteinwaren. Das ehemals verschlafene Fischerdorf entpuppte sich dadurch vom 17. bis zum 18. Jahrhundert zu einem bedeutenden Handelszentrum. Im 19. Jahrhundert nahm die wirtschaftliche Aktivität der Stadt wieder ab. Die Töpferei und die Werften blieben Makkum jedoch bis heute und werden im Wappen weiterhin hoch gehalten: So trägt die Meerjungfrau, in ihrer rechten Hand ein Segelschiff und in der anderen einen Kalkbrennofen.



 

Ustka (Polen)

Die polnische Stadt Ustka (Stolpmünde) liegt am östlichen Ufer der Mündung der Słupia (Stolpe) in die Ostsee. Ihr Wappen wurde 1922 von dem deutschen Portrait- und Landschaftsmaler Wilhelm Granzow geschaffen. Es zeigt ein silbernes Schiff auf blauem Grund oberhalb einer goldenen Meerjungfrau, die einen Fisch in ihrer rechten Hand hält. Seit 1878 florierte der Hafenbetrieb im damaligen Stolpmünde und verhalf der Ostseestadt zu nützlichem Wohlstand. Anfang 1900 kam ein Fischereihafen hinzu, der 20 Jahre später eine Fischereiflotte von über 100 Schiffen beherbergte. Im Jahr 2006 wurde das Wappen überarbeitet und die Nixe gekrönt.

Warschau (Polen)

Das Wahrzeichen von Polens Hauptstadt Warschau (polnisch: Warszawa) findet sich auch im Wappen der Stadt wieder: Die "Warszawska Syrenka" mit Schwert und Schild. Es existieren verschiedene Legenden die sich mit der Entstehung der Stadt und der Sirene befassen. Mal wird von Wars und Zawa erzählt, die je nach Sage ein Liebes-, Geschwister- oder Fischerpaar waren und auf den Befehl einer Nixe hin die Stadt Warszawa (Warschau) im Urstromtal der Weichsel bauten. Ein anderes Mal erzählt man sich von einer Meerjungfrau, welche ein Kaufmann in der Weichsel fing und die von einem jungen Fischer oder Bauernknecht mit Hilfe seiner Freunde befreit wurde. Daraufhin versprach die Nixe ihren Rettern, den Dorfbewohner, sie stets zu beschützen und wurde deshalb mit Schwert und Schild dargestellt.

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Gemeindewappen


Diebach (Deutschland)

Diebach ist eine Gemeinde im mittelfränkischen Landkreis Ansbach in Bayern. Sie entstand 1978 aus den ehemals selbstständigen Gemeinden Bellershausen, Diebach und Oestheim. Im Wappen des Ortsteils finden sich drei Elemente. Die untere Laubkrone stammt aus dem Wappen der Herren von Diebach, einem Ortsadelsgeschlecht im Mittelalter. Der Wellenbalken darunter steht für den Ortsnamen. Der vordere Rost ist das Attribut des heiligen Laurentius und repräsentiert den Ort Bellershausen, dessen Pfarrkirche diesem Heiligen geweiht ist. Für den Ort Oestheim steht die Nixe mit Seerosenblatt in ihrer rechten Hand. Sie entstammt der Legende um das "Bodenlose Loch", einem 6 m tiefen und 400 qm großer Teich in Diebach. Gemäß einer Sage sollen darin einst Wassernixen gelebt haben. Drei von ihnen gaben sich an Land einer verbotenen Liebschaft zu einem Menschen hin und wurden nach ihrer späten Rückkehr bestraft. Beim Eintauchen färbte sich das Wasser blutrot und die Nixen wurden nie wieder gesehen.



 

Didenheim (Frankreich)

Die Gemeinde Didenheim des französischen Départements Haut-Rhin im Elsass, hat ein blaues Wappen mit silberner Meerjungfrau, die in ihrer rechten Hand eine goldene Lilie hält und in der anderen ein altes Symbol von Didenheim: Die Wolfangel (Doppelhaken). Das Wappenmotiv ist einem Adelsbrief von Ludwig XIV. an Martin Bésenval (Gutsherr von Brunstatt, Riedisheim und Didenheim) aus dem Jahr 1655 entnommen. Fälschlicherweise wird es manchmal als Meerjungfrau mit Spiegel (statt Lilie) und Kamm (statt Doppelhaken) dargestellt.



 

Dunajov (Slowakei)

Dunajov ist eine Gemeinde in der nördlichen Slowakei. Das Wappenbild zeigt eine doppelschwänzige Meerjungfrau, welche die Enden ihrer goldenen Fischschwänze empor hält. In Dunajov entstand das Motiv auf der Grundlage von historischen Siegel des Dorfes, aus dem 18. Jahrhundert (1784).





 

Eemsmond (Niederlande)

Im äußersten Nordosten der Niederlande liegt die Gemeinde Eemsmond. Der Mündung der Ems in die Nordsee verdankt sie ihren Namen. Eemsmond (ehem. Hefshuizen) entstand 1990 aus der Fusion der Gemeinden Uithuizen, Uithuizermeeden, Usquert, Warffum und Kantens. Das heutige Gemeindewappen enthält daher auch Teile der ehemaligen Gemeindewappen. Die silberne Meerjungfrau ist ein altes Wahrzeichen aus Uithuizen. In Gold war sie Mitte des 17. Jahrhunderts als Wetterfahne auf dem Kirchturm von Uithuizen zu finden und sollte der Bevölkerung Glück bringen. Aber sie ist nicht der einzige Hinweis auf die Beziehung der Gemeinde zum Meer. Der Wahlspruch "ex undis", der ebenfalls dem alten Uithuizen-Wappen entnommen wurde, bedeuten in etwa "aus den Wellen". Zum einen, weil die ersten Siedlungen an der Wattenküste der Provinz Groningen, durch von Menschenhand aufgeworfene Höhen entstanden und zum anderen, weil sich im Mittelalter in Usquert eine erfolgreiche Fischerei entwickelte. Die Nixe ist inzwischen zum Logo von Eemsmond forciert und prangt auch auf der Gemeindeflagge.



 

Frauensee (Deutschland)

Frauensee ist eine Gemeinde im Wartburgkreis in Thüringen. Prägend für den Ort ist der gleichnamige Natursee, der auch Teil des Wappenbildes wurde. Er ergießt sich aus dem Krug einer blonden Seejungfrau, die mittig vor einem Nadelbaum abgebildet ist. Die Äre zu ihrer Linken ist ein Symbol für die vielen landwirtschaftlichen Nutzflächen, die früher den Haupterwerb der Bewohner sicherten.

Isen (Deutschland)

Im Landkreis Erding (Bayern) liegt die Gemeinde Isen, im Tal des gleichnamigen Flusses. Das Ortswappen zeigt eine rot gekleidete, golden gekrönte doppelschwänzige Meerjungfrau, die mit den Händen ihre beiden Fischschwänze empor hält. Ein ähnliches Motiv, wie das im Logo der amerikanischen Kaffee-Company Starbucks. Das Wappen wurde (Markt) Isen jedoch bereits 1548 durch Kaiser Karl V. verliehen. In der im Original erhaltenen Urkunde wird die Sagengestalt als Sirene bezeichnet und ihre Kleidung genau beschrieben. Das Symbol der Nixe wurde vermutlich aufgrund der Nähe zum Fluss gewählt.

Niederschönenfeld (Deutschland)

Niederschönenfeld ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Donau-Ries (Bayern). Sie entstand durch einen Zusammenschluss der bis 1978 eigenständigen Gemeinden Niederschönenfeld und Feldheim. Das gespaltene gold-blaue Wappen wurde 1981 angenommen. Es zeigt in der vorderen Hälfte das Wappen des Grafen Berthold von Graisbach. Er gründete in Niederschönenfeld im Jahr 1241 ein Kloster, welches im 30-jährigen Krieg zerstört wurde. Den Wiederaufbau übernahm Äbtissin M. Euphemia Fatiga, die deshalb als zweite Klostergründerin gilt. Ihr persönliches Wappen zeigt eine goldene, gekrönte Meerjungfrau, in der hinteren Wappenhälfte. Die Nixe hält drei Kornähren in den Händen, die den Namen des Gemeindeteils Feldheim symbolisieren.



 

Monsireigne (Frankreich)

Im Westen Frankreichs, innerhalb der Region Pays de la Loire, 393 km von Paris entfernt, liegt die Gemeinde Monsireigne. Dass 1990 angenommene Wappen wurde von Michel Froger Ende der 80er Jahre entworfen. Der rote Grund ist die Farbe des Poitou (Land- und Grafschaft in Westfrankreich), das Blau steht für den Fluss Le Grand Lay. Das goldene Kreuz rechts symbolisiert den Katholizismus, während die goldene Halb-Lilie links den Protestantismus zum Ausdruck bringt. Die silberne Sirene entspringt dem Namen der französischen Gemeinde. Die Einwohner von Monsireigne nennen sich "Les Sirénémontains".

Rappelsdorf (Deutschland)

Die Gemeinde Rappelsdorf liegt südwestlich von Schleusingen (Thüringen) im thüringischen Landkreis Hildburghausen. Das seit 1992 existierende Wappen des Ortsteils setzt sich aus drei Elementen zusammen: Die Henne steht für die Grafen von Henneberg, die bis 1583 ihren Sitz in Schleusingen hatten. Das Mühlenrad nimmt Bezug auf die Mühle von Rappelsdorf, die seit 1794 in Besitz der Familie Henneberg ist und die Gemeinde bis 1945 mit Strom versorgte. Die Nixe stammt aus der Sage von der Todtenlache bei Rappelsdorf. Das ist ein rund 20 Meter tiefer Teich, aus dem einst eine Nixe emporgestiegen sein soll. Sie betrat das Reich der Menschen gegen das Gebot ihres Vaters und verliebte sich in einen Junggesellen namens Friedel. Als sie in das Wasser zurückkehrte, bezahlte sie ihren Ausflug mit dem Leben und ihr Geliebter stürzte sich alsbald auch in den tiefen Teich, um im Tod mit seiner Nixe vereint zu sein.


 

Schouwen-Duiveland (Niederlande)

In der Provinz Zeeland (Seeland) in den südwestlichen Niederlanden, sind die Gemeinden Brouwershaven, Bruinisse, Duiveland, Mittlerer Schouwen, Westerschouwen und Zierikzee seit 1997 zu einer Gemeinde verschmolzen: Schouwen-Duiveland. Das Wappen der neuen Gemeinde setzt sich aus Teilen der alten Gemeindewappen zusammen. Der Meermann und die Meerjungfrau (die auch auf der Flagge von Schouwen-Duiveland Händchen halten) waren bis zum 17. Jahrhundert Teil des Wappens der Stadt Zierikzee und agierten als Schildhalter für den schwarzen Löwen (heute ist es umgekehrt). Sie entstammen der Legende über den Untergang von Westerschouwen. Danach sollen Fischer eine Meerjungfrau gefangen haben und waren auch auf die Bitte ihres Meermannes nicht bereits sie wieder frei zu lassen. Wütend verfluchte dieser daraufhin die Stadt und ihren Bewohnern ging es fortan schlecht.

Seeboden (Österreich)

Seeboden ist eine Marktgemeinde im Bezirk Spittal an der Drau im österreichischen Bundesland Kärnten. Das Wappen wurde der Gemeinde 1970 verliehen und zeigt "im blauen Schild eine goldene Meerjungfer, die in den Armen einen roten Schild hält, in dem eine mit einem roten Flügel belegte silberne Spitze erscheint, die von zwei silbernen Flügeln begleitet ist". Das von der Nixe gehaltene Schild in Rot und Silber, deutet dabei auf die örtlichen Herrschaftsgeschichte hin und steht für den Grafen von Ortenburg. Der blaue Schildgrund und die goldene Meerjungfrau stehen für die Lage Seebodens am Millstätter See.



 

Waasmunster (Belgien)

Waasmunster ist eine belgische Gemeinde in der Region Flandern. Das Waasmunster-Wappen und die blau-gelbe Fahne der Gemeinde zeigen eine Meerjungfrau mit Zuckerrübe in der Hand. Zuckerrüben gehörten ab dem 16. Jahrhundert zu den Hauptanbauprodukten im Waasland. Die Meerjungfrau verweist auf die Nähe der Schelde. Ein Fluss der seit dem Mittelalter eine wichtige Rolle in der wirtschaftlichen und politischen Entwicklung von Flandern spielte.

Wangerland (Deutschland)

Wangerland ist flächenmäßig eine der größten Gemeinden in Deutschland (176 km2) und liegt im Landkreis Friesland in Niedersachsen. Ihr Wappenbild auf blauem Grund geht auf eine Sage aus dem Ortsteil Minsen zurück. Das Dorf soll einst auf einer Insel in der Nordsee gelegen haben, wo den Fischen ein Seeweibchen (friesisch: Seewiefken) ins Netz ging. Dieses flehte die Menschen an sie gehen zu lassen, aber die Fischer hörten nicht. In einem günstigen Augenblick gelang es der Nixe schließlich sich selbst zu befreien und sie rächte sich bei den Dorfbewohnern mit einer Überschwemmung der Insel. Die Überlebenden dieser Sturmflut bauten Minsen später an heutiger Stelle wieder auf. Auf dem Wappen sieht man das blonde Seewiefken mit drohendem Zeigefinger.

Weißenbrunn (Deutschland)

Weißenbrunn ist eine Gemeinde im oberfränkischen Landkreis Kronach (Bayern). Das Wappen der Gemeinde ist gespalten in einen silbernen und einen roten Teil. Im silbernen stehen nebeneinander jeweils in grün ein Hopfenzweig und eine Ähre. Im roten Teil sieht man eine silberne Nixe mit blauem Schuppenschwanz. Sein Ende hält sie in ihrer linken Hand. Die Figur ist das Wahrzeichen des Ortes, seit dem es den dortigen Dorfbrunnen ziert. Der damalige Ortsherr Ulrich von Redwitz hat die Brunnenfigur 1715 gestiftet. Er gehörte zum Rittergut Weißenbrunn. Die Farben Rot, Blau und Silber waren die Farben seines Wappens. Hopfen und Ähre weisen auf das über 480 Jahre alte und immer noch praktizierte Braugewerbe in der Gemeinde hin.

Westerdeichstrich (Deutschland)

Direkt an der Nordsee, bei Büsum an der Westküste des Kreises Dithmarschen in Schleswig-Holstein, liegt die Gemeinde Westerdeichstrich. Das 2004 genehmigte Wappen des Ortes setzt sich aus drei Symbolen zusammen. Der Marschspaten steht für den Deichbau und die Kultivierung der neu gewonnenen Landflächen. Die Windmühle ist ein Wahrzeichen des Ortes und trägt den Namen "Margaretha". Erbaut wurde die Mühle 1845 erbaut und beherbergt heute eine Gaststätte. Im Wappen symbolisiert sie die Entwicklung der Landwirtschaft und des Gewerbes. Für die Landwirtschaft stehen auch die Farben Gold (Getreideanbau) und Grün (Weideland). Die Farbe Blau soll die Verbindung mit dem Element Wasser darstellen und auf die geographische Lage der Gemeinde Westerdeichstrich an der Nordsee hinweisen. Die Nixe steht schließlich als Symbol für den in den 60er Jahren einsetzenden Tourismus in Westerdeichstrich.

Zusamaltheim (Deutschland)

Zusamaltheim ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Dillingen an der Donau in Bayern. Das Gebiet gehörte einst zur Herrschaft Bocksberg, aus deren Familienwappen die "goldgekrönte schwarze Melusine mit goldenen Schwänzen" entnommen ist. "Melusine" ist hier als Bezeichnung für ein "Fischweiblein" zu verstehen und nimmt keinen Bezug auf die Sage der Familie Lusignan aus der französischen Region Poitou. Die drei Wiederkreuze im Schildhaupt sind eine Erinnerung daran, dass Zusamaltheim eine ausgedehnte Urpfarrei war und die Pfarrkirche noch heute Filialen hat. Die Farben Rot und Silber stehen für das Domkapitel Augsburg, an das Gilg Rieter von Bocksberg 1504 eine Hälfte seines Landes verkaufte. Das Wappen führt die Gemeinde seit 1971.

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Sonstige Wappen




 

Hollaria - Faschingsgesellschaft (Deutschland)

Die Augsburger Faschingsgesellschaft Hollaria e.V. hat ihr Logo 2007 einer Überarbeitung unterzogen. Statt dem ehemals blauen Grund wurde das Wappen gespalten und farblich dem Wappen der Stadt Augsburg angepasst. In diesem findet sich auch die grüne Zirbelnuss wieder. Die ehemals silberne Meerjungfrau ist nun golden und wird als "Lech-Nixe" bezeichnet. Der Lech ist ein rechter Nebenfluss der Donau, der durch Augsburg fließt. Ihm soll die Nixe entsprungen sein.



 

Mersch - Stadtteil (Deutschland)

Die Stadt Jülich in Nordrhein-Westfalen, gliedert sich in 16 Stadtbezirke. Einer davon ist Mersch. Sein geteiltes Wappen, welches eine silberne Meerjungfrau mit goldenem Spiegel in der Hand enthält, existiert in der Form seit 1959 und geht auf das Siegel der Schöffen von Mersch zurück, welches sich an einer Urkunde von 1660 im Stadtarchiv Jülich findet. Der schwarze Löwe ist dem Wappen der Jülicher Herzöge entnommen und demonstriert deren (Gerichts-) Hoheit. Die Meerjungfrau bezieht sich vermutlich auf den Ortsnamen Mersch, der vom lat. marisca (Sumpfland, Sumpfboden) hergeleitet wird, denn Mersch lag einst am Rande eines ausgedehnten Sumpfgebietes.



 

Päijät-Häme - Regionalverband (Finnland)

Päijät-Häme ist ein Regionalverband mehrerer Gemeinden in Südfinnland. Die Bezeichnung ist zusammengesetzt aus Häme, das eine der alten, historischen Landschaften Finnlands ist, und aus Päijänne, einem der großen finnischen Seen. Das Wappenbild wurde 1997 von Professor Tapani Aartomaa entworfen. Es zeigt eine Meerjungfrau und einen Kuckuck, beide in Gold, auf blauem Grund. Die Nixe entspringt der finnischen Mythologie und stellt Vellamo, die Göttin des Meeres dar. Zusammen mit ihrem Mann Ahti wohnt sie in einem Unterwasserpalast von Ahtola. Die hübsche Wasserfrau ist ein beliebtes Motiv in Päijät-Häme. Nicht nur auf Fahnen und Souvenirs. Es gibt auch einen gleichnamigen Mineralwassermarke.



Quiberon - Halbinsel (Frankreich)

Quiberon (bret. Kiberen) ist eine Hafenstadt, ein Kanton und eine Halbinsel im französischen Département Morbihan im Süden der Bretagne. Das Wappen mit der goldschwänzigen Sirene, die in ihr silbernes Muschelhorn stößt, wird der Halbinsel zugeordnet. Es ist nicht das offizielle Gemeindewappen von Quiberon. Das Wappenbild liegt auf blauem Grund, die silberne Welle mit dem schwarzen Hermelin nimmt Bezug auf das Wappen der Bretagne. Die Sirene mit ihrem Horn steht für den Gesang der Sirene, den die Seeleute in Küstennähe gehört haben wollen.

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