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Medien |
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Meerjungfrauen in der Werbung |
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Werbung für Kühlbox
Werbung für Steppdecken
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Die Verführungskraft der Meerjungfrauen ist legendär. Wären die Fabelwesen real, würden sie heute wohl in der Werbeindustrie arbeiten. Dort bedient man sich der Fischweiber vornehmlich aus zwei Gründen. Der erste ist ihr Sex-Appeal. Das Motto "Sex sells" begleitet die Menschheit seit Jahrhunderten. Dabei sind es überwiegend Frauen, die verkaufsfördernd eingesetzt werden. Doch mit Schönheit allein, weckt man heute keine Aufmerksamkeit mehr. Es braucht schon einen Eyecatcher, etwas Ungewöhnliches. Und das ist der zweite Grund für den Einsatz von Meerjungfrau in der Werbung: Die Kombination Frau mit Fischleib fällt ins Auge. Darüber hinaus ist die Nixe ein Sympathieträger und erfährt durch einen augenzwinkernden Einsatz mehr Akzeptanz in der Gesellschaft, als ein vergleichbares Model mit zwei Beinen. Ein gutes Beispiel dafür ist die Opel Werbung von März 2006:
Dasselbe Bild mit zwei Frauen im Bikinihöschen auf der Motorhaube, erzeugt
eine völlig andere Wirkung und engt die Zielgruppe ein. Denn
Meerjungfrauen gelingt der Spagat zwischen den Geschlechtern (und das ohne Beine
...!): Sie sprechen sowohl Männer, als auch Frauen an. Allerdings ist hier sensibel darauf zu
achten, der oberen Hälfte der Nixe nicht mehr Bedeutung zukommen zu
lassen, als dem unteren Teil. Ist die Meerjungfrau zu sexy, verliert sie
ihren Charme auf Frauen. So geschah es 1992 bei einer
West-Zigarettenreklame, deren Blickfang nicht der Fischschwanz war,
sondern die blanke Brust der Nixe. Ein Protest der Frauenbewegung
bewirkte, dass kurze Zeit später ein "Zensiert"-Balken über das sekundäre Geschlechtsmerkmal gelegt wurde. |
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